Genetische Erkrankungen beim Golden Retriever

prcd-PRA – Progressive Retina Atrophie (prcd-PRA)
Die PRCD (progressive rod-cone degeneration = fortschreitender Stäbchen- und
Zapfen-Schwund) ist eine in verschiedenen Hunderassen auftretende erbliche
Augenerkrankung, die letztendlich zur Erblindung führt und nicht behandelt
werden kann. Sie gehört in die Gruppe der progressiven Retina Atrophien (PRA;
Netzhautschwund), bei denen eine stufenweise fortschreitende Zerstörung der
Retina (Netzhaut) des Auges auftritt. Die Retina befindet sich auf der Innenseite
des Augapfels. In ihr befinden sich die eigentlichen Sehzellen, die als Stäbchen
und Zapfen für das Sehen im Dämmerlicht (Stäbchen) und Tageslicht (Zäpfchen)
zuständig sind.
(Quelle: Biofocus)

GR_PRA1 – Progressive Retina Atrophie (GR-PRA1)
Die PRA kann in verschiedenen Unterformen unterteilt werden. Klinisch sind diese
beim Golden Retriever schwer unterscheidbar. Genetisch wurden beim Golden
Retriever bisher zwei Mutationen identifiziert, die zu einer PRA bei dieser Rasse
führen können. Neben der ursprünglich bekannten prcd-PRA konnten Genetiker
des AHT (Animal Health Trust) und der Universität von Uppsala eine zweite
Mutation identifizieren, die mit der Entstehung der PRA beim Golden Retriever
assoziiert ist. Diese wurde GR_PRA1 genannt. Zusätzlich konnte nachgewiesen
werden, dass mindestens eine weitere Mutation im Zusammenhang mit der PRAGenese
beim Golden Retriever stehen muss. Dazu laufen Forschungen.
(Quelle: LABOKLIN)

GR_PRA2 – Progressive Retina Atrophie (GR_PRA2)
Die PRA kann in verschiedenen Unterformen unterteilt werden. Klinisch sind diese
beim Golden Retriever schwer unterscheidbar. Genetisch wurden beim Golden
Retriever bisher drei Mutationen identifiziert, die zu einer PRA bei dieser Rasse
führen können. Neben den zuvor bekannten prcd-PRA und GR-PRA1 genannten
Mutationen konnte eine dritte Mutation identifiziert werden, die für PRA beim
Golden Retriever ursächlich sein kann. Diese wird als GR-PRA2 bezeichnet.
(Quelle: LABOKLIN)

Ichthyose – Ichthyose
Bei der Ichthyose, umgangssprachlich auch als Fischschuppenkrankheit bekannt,
handelt es sich um eine angeborene Keratinisierungsstörung der Haut. Durch eine
Störung der normalen Abschuppung bilden sich auf der Haut (vor allem entlang
des Brustkorbes) große, unterschiedlich pigmentierte Schuppen. Auch die Haut
selber kann unterschiedlich stark pigmentiert (schwarz) werden.
Die Ichthyose zeigt sich im Normalfall schon einige Wochen nach der Geburt und
mehrere Welpen aus einem Wurf können betroffen sein. Sie ist eine chronische
Krankheit, welche nicht geheilt werden kann. In einigen Fällen ist eine Abnahme
der Schuppenbildung mit zunehmendem Alter zu beobachten. Rüden und
Hündinnen sind gleichermaßen betroffen.
Die Ichthyose beim Golden Retriever ist in der Regel nicht entzündlich und eine
Verhornung des Nasenspiegels und der Sohlenballen konnte nur in wenigen
Fällen beobachtet werden. Sie kann manchmal bakterielle oder Hefepilz-
Infektionen begünstigen und stellt ein lebenslanges, ästhetisches Problem mit
häufig hohem Pflegeaufwand für die Besitzer dar. Betroffene Hunde mit starker
Schuppung sind weniger geeignet für den Einsatz als Therapiehund.
(Quelle: www.retriever.ch)

GRMD – Muskeldystrophie – Golden Retriever (GRMD)
Beim Golden Retriever kommt es ähnlich wie beim Menschen (Duchenne
Muskeldystrophie) durch einen Erbfehler in dem als Dystrophin bezeichneten
Muskelprotein zu einem unaufhaltsamen Muskelschwund. Manche Tiere sterben
daran bereits mit etwa 6 Monaten an Atemversagen oder wenn sie diese kritische
Periode überstehen, später an Herzversagen. Erste klinische Zeichen der
Erkrankung können sich bereits bei 6-8 Wochen alten Hunden mit
Schluckbeschwerden bemerkbar machen. Es folgt eine fortschreitende
Muskelschwäche, ein steifer Gang und Muskelschwund mit Krämpfen sowie
Kardiomyopathie. Betroffene Hunde zeigen einen erhöhten Serum-Wert des
Muskelproteins Kreatin-Kinase, das beim Abbau der Muskelzellen ins Serum
abgegeben wird.
(Quelle: Biofocus)

DM – Degenerative Myelopathie (DM)
Die canine degenerative Myelopathie (DM) ist eine schwere neurodegenerative
Erkrankung mit spätem Beginn ungefähr ab dem 8. Lebensjahr. Die Erkrankung ist
durch eine Degeneration der Axone und des Myelins im Brust- und Lendenteil des
Rückenmarks gekennzeichnet, was eine progressive Ataxie und Parese verursacht.
Man beobachtet die ersten klinischen Anzeichen in der Hinterhand als Zeichen
einer Störung des oberen Motoneurons. Es entwickelt sich eine unkoordinierte
Bewegung der Hinterhand, eine gestörte Eigenwahrnehmung und gestörte
Reflexe. Wenn die Erkrankung weiter fortschreitet, weitet sie sich auf die
vorderen Gliedmaßen aus und manifestiert sich als schlaffe Parese und Paralyse.
Die Degenerative Myelopathie wurde zuerst als eine Rückenmarkserkrankung
insbesondere beim Deutschen Schäferhund beschrieben. Neben dem Deutschen
Schäferhund sind aber viele weitere Rassen von der degenerativen Myelopathie
betroffen.
(Quelle: LABOKLIN)

Sehr selten:
MH – Maligne Hyperthermie (MH)
Die Maligne Hyperthermie ist eine erbliche Störung im Stoffwechsel der
Skelettmuskulatur. Nach der Verabreichung von bestimmten
Narkosemedikamenten kann es bei MH-betroffenen Tieren unbehandelt schnell
zu tödlich verlaufenden Stoffwechselentgleisungen kommen. Zu den Auslösern,
sogenannten Triggersubstanzen, zählen flüchtige Anästhetika (Halothan, Enfluran,
Isofluran,Desfluran, Sevofluran) und depolarisierende Muskelrelaxantien
(Succinylcholin). Von MH betroffene Tiere sind im Alltag symptomfrei.
(Quelle: Biofocus)

error: Content is protected !!